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Shantychor : Die Shanty Bundesliga zu Gast in Saarbrücken
  am 14.05.2012 17:30:00 (19 x gelesen)
Shantychor

Die Bundesliga der Shantychöre zu Gast in Saarbrücken
So titelte die Saarbrücker Zeitung in ihrer Lokalausgabe für Saarbrücken am Samstag den 12. Mai 2012.
Der Saarbrücker Shantychor "Die Bisttalmöwen" (der Name stammt vom Fluss Bist, einem Nebenfluss der Saar) hatte sich für sein 7. Shantyfestival am Samstag, den 12. Mai 2012 im Bürgerhaus in Saarbrücken-Burbach drei Shantychöre aus dem Norden eingeladen. Neben uns, dem Störtebeker Shantychor aus Marienhafe waren dies noch die "Freesen ut Varel" und der Shantychor des Schulschiffes Deutschland aus Bremen.
Nach einer zwar 600 Kilometer langen, aber dennoch kurzweiligen Reise kamen wir und unsere Partner beim Hotel Mercure, unserer Herberge für die nächsten 4 Tage, in Saarbrücken an. Der Abend wurde genutzt um sich näher kennenzulernen. Die Chöre aus Saarbrücken, Varel und Marienhafe trafen sich zu einem gemeinsamen Abendessen in einer Brauereigaststätte und genossen dort - mindestens die Mutigen - saarländische Spezialitäten, wie z.B. Dibbelabbes, Hoorische oder Gefillde. Natürlich durfte auch die berühmte Lyoner nicht fehlen.
Vor das Vergnügen war allerdings noch die Pflicht gesetzt. Auf dem St. Johanner Markt, der guten Stube von Saarbrücken, musste noch ein Fototermin verbunden mit Interviews der regionalen Presse wahrgenommen werden. Auch ließen es sich die Chöre nicht nehmen, einen kurzen Spontanauftriff auf dem St. Johanner Markt zu geben, was von den zahlreichen Flaneuren und Straßencafénutzern mit viel Beifall honoriert wurde.
Das Rahmenprogramm führte uns dann am Freitag an die Saarschleife, einem beeindruckenden Naturwunder und Wahrzeichen des Saarlandes. Nach einem guten Mittagessen - die Mutigen für den Genuß saarländischer Spezialitäten nahmen zu - und einem Bummel durch das beschauliche Städtchen Mettlach, Heimat der weltberühmten Manufaktur Villeroy und Boch, ging es per Bus wieder zum Hotel zum Umziehen in unsere Shantykleidung.
Jetzt begann das eigentliche offizielle Programm der Reise.
Am frühen Abend wurden wir und die Freesen ut Varel (die Bremer reisten erst am Samstag an)zu einem Empfang der Stadt Saarbrücken im historischen großen Rathaussaal geladen. Die Betreuung durch die Stadt war hervorragend. Es mangelte an nichts und es war uns eine Ehre in diesem wunderschönen Ambiente einen kurzen Auftritt zu geben.
Im Rathauskeller aus dem 18. Jahrhundert beschlossen wir in harmonischer und geselliger Runde den Tag. Man wird es fast erraten - mit einem guten Essen und gepflegten Getränken.
Der Samstag stand zunächst ganz im Zeichen des Empfanges durch die Landesregierung des Saarlandes in der Staatskanzlei, wo uns derChef der Staatskanzlei, Herr Dr. Lennert, im Namen von Frau Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer herzlich willkommen hieß.
Er betonte in seiner Rede die große Bedeutung der Vereine im gesellschaftlichen Leben und betonte ausdrücklich, daß die Chöre hier auch als Botschafter ihrer jeweiligen Region auftreten und gesehen werden.
Grußworte wurden auch von den Abgeordneten der Chöre übermittelt und kleine Gastgeschenke und wie könnte es anders sein, von den Störtebekern eine Störtebekerfigur und das Buch "Störtebeker - Dichtung und Wahrheit" überreicht. Den Abschluß des Empfanges in der Staatskanzlei bildete dann wiederum ein Auftritt des Chores mit einigen Liedern.
Die gegenüber der Staatskanzlei liegende Ludwigskirche, war unser nächstes Ziel.
Diese Kirche gehört zu den bedeutendsten Barockkirchen Deutschland. Es handelt sich um eine ev. Kirche aus dem 18.Jahrhundert. Wir gaben dort ein Konzert mit dem Rahmen angepassten Liedern und als Höhepunkt mit unserer russischen Ballade "Bradjaga" gesungen von unserem Dieter als Solosänger und uns als Chor in russischer Sprache.
Mit einem fast sechsstündigen Konzert am Samstagabend im Bürgerhaus Saarbrücken-Burbach in einem eigentlich überfüllten Saal vor mehr als 500 Gästen ging das ereignisreiche Wochenende für uns langsam zu Ende. Vorher ist es uns aber wieder einmal mit der uns eigenen Art des Vortrages gelungen, den Saal zu wahren Begeisterungsstürmen hinzureißen. Minutenlanger Beifall, stehende Ovationen und endlose Zugabenforderungen (die wir leider nicht so erfüllen konnten wie wir es gerne gewollt hätten) waren der Lohn für den Störtebeker Shantychor.
Nach einer wiederum ca. achteinhalbstündigen Busfahrt ging für uns ein zwar anstrengendes aber auch unvergessliches Wochenende zu Ende.
Bilder von dem Ereignis findet ihr hier und im Bilderalbum.

Shantychor : Unsere neuen Mitglieder
am 16.07.2010 16:47:18 (1012 x gelesen)
Shantychor

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